Es ist nicht exakt überliefert, jedoch bestätigt der ehemalige Generalpräses Dr. Louis in den 50er Jahren, dass es im Jahre 1200 eine Bruderschaft in unserem ehemaligen Heimatdorf Morken gegeben hat. Gestützt wird diese Annahme durch den Bau der Morkener Pfarrkirche im 11. Jahrhundert, so dass zumindest eine Gebets- bzw. Sakraments-bruderschaft in Morken ansässig war.

Bei der Parade

Der Festzug

Leider kann aufgrund eines Brandes im Pfarrhaus zu Morken im Jahre 1724, bei dem das komplette Pfarrarchiv vernichtet wurde, ein genaues Gründerdatum unserer Bruderschaft nicht mehr bestimmt werden. Erste Aufzeichnungen der Bruderschaft im Jahre 1403 gehen aus einer anderen Quelle, nämlich des gräflichen Archivs von Mirbach, seines Zeichen Schlossherr in Harff hervor. Hieraus wird die Sakramentsbruderschaft Morken durch die Abgabe einer Erbrente in Naturalform erstmalig urkundlich erwähnt.

 

Schützenkönigspaar 1948 Hubert und Königin Margarete geb. Schnitzler schreitet die Schützenfront ab.
 
 
 
 
Das Königspaar Hubert und Margarete Moll haben mit Gefolge in der Palmsgasse Aufstellung
 
genommen. Vorne l. Zeremonienmeister Leo Heidmann.
 
Hinter dem Königspaar stehen Jakob Nüchter, Pastor Lückeroth, Stefan und Josef Conrads 
 
 

Der Festzug
 

Da von der Obrigkeit die Bruderschaften als Schutz eingesetzt wurden und sie somit dem Schießsport huldigten – zuerst mit der Armbrust, später mit Feuerwaffen – wurde alljährlich der beste Schütze während eines Festes ermittelt, der so genannte „König der Schützen“. Er wurde damit belohnt, das er ein Jahr keinerlei Steuern an den Regenten zu zahlen hatte. So blieb es nicht aus, dass sich die Bevölkerung am Ausschießen des Königs beteiligte, so dass es immer mehr zu einem uns auch heute noch bekannten Volksfest wurde.

 

Im offenen Landauer fahren die Altschützen: von rechts: Schleiden Johann, Bläser Gerhard und Stroben Josef

 

Die Bruderschaft hat diese Tradition unter dem Leitsatz „Glaube – Sitte – Heimat“ bis zum Beginn des Dritten Reiches bewahrt, bevor es der Bruderschaft von dessen Machthabern verboten wurde. Als dann trat sie unter dem Namen „Schützenverein Morken“ wieder in Erscheinung, bis das Vereinsleben bei Beginn des grausamen Weltkrieges mit seinen unzähligen und unschuldigen Opfern gänzlich zum erliegen kam.

 

Regimentsabnahme

 

Bei der Parade

 

Wenige Jahre nach dem Kriege wurde sie wieder mit Leben erfüllt, als sich am Sonntag, den 11 Juni 1948 in Morken Männer aus allen Alterklassen trafen, um die an Tradition so reiche und an Jahren so alte Bruderschaft wieder aufleben zu lassen. Man einigte sich schnell auf den Vereinsnamen „St. Sebastianus Schützenbruderschaft Morken“. Man musste jedoch bei der offiziellen Eintragung in das Register des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften feststellen, dass dies so nicht akzeptiert wurde. Dort verlangte man im Vereinsnamen den offiziellen Namen der Pfarrgemeinde, so dass man sich unter dem Namen „St. Sebastianus–Sakraments-Schützenbruderschaft Morken 1200“ in das Vereinsregister eintragen ließ. Dies blieb der offizielle Bruderschaftsname bis zur Fusion im Jahre 1969. Nach der Fusion heißt es nun: St. Sebastianus Bürger-Schützenbruderschaft Morken-Harff 1200 e.V.
 
 
Zugführer Peter Klever marschiert mit seinem Zug auf der Straße am Blutacker.
 
1. Reihe v.l. Leo Düren, Konrad Klever, Josef Klever, Martin Klever, Heinrich Klever,
 
2. Reihe v.l. Johann Johnen, Toni Fliegen, Stanislaus Czech, Peter Rossetton, Heinrich Nüchter, 
 
 
 

Bei der Kirchenparade auf dem Meßweg marschiert in strammer Haltung Hubert Nilgen

im Vordergrund sehen wir die Jungschützen Peter Heinz Möller links und Heinz Klever

 
 
 
 Die alte Fahne vom Schützenverein Morken aus dem Jahre 1880. Sie hängt heute wohl behütet im Fahnenschrank im Pfarrheim.
 
Daneben ist der bis heute erhaltene Schellenbaum aus dem Jahre 1883 zu sehen.
 
Unser Regimentszug 2. Schwarze Schill´sche Offiziere tragen ihn seid vielen Jahren wieder zum Schützenfest durch die Straßen.
 
 
 
   
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