In den 50er Jahren wurden von der Bruderschaft Morken zwei herausragende und für viele Bürger unvergessliche Feste veranstaltet. Vom 1. bis zum 3. Mai 1954 nahm die Bevölkerung von Morken-Harff Abschied vom Morkener Kirchberg, auf dem der Turm der alten Morkener Pfarrkirche stand. In diesen Gemäuern befand sich eine Marienkapelle. Hier hat so mancher Bewohner des Doppelortes der heiligen Muttergottes Maria seine Ängste, Sorgen und Nöten vorgetragen. Der Turm war der letzte Rest der einst romanischen alten Pfarrkirche von Morken, die dem Hl. Martin geweiht war. Die Kirche wurde 1897 bis auf den Turm abgebrochen.
 
Während dieses Abschiedsfestes, das unter der Regie der Schützenbruderschaft Morken, mit seinem Schützenkönig Fritz Jansen stand, waren die gesamte Bevölkerung des Ortes und der Umgebung mit vielen Gast-Bruderschaften anwesend. Sie waren alle zum Gottesacker gekommen, um mit dem Generalpräses Dr. Louis einen allerletzten Feldgottesdienst, an diesem ehrwürdigen Ort zu feiern. Die Schützen feierten ein fröhliches und geselliges Schützenfest. Doch bei vielen Schützen und Bewohner des Ortes war diesmal auch Wehmut mit im Herzen. Der Tag, die geliebte Heimat verlassen zu müssen rückte näher. Am 16. November 1956, wurde auch dieses letzte Relikt des alten Gotteshauses durch eine Sprengung niedergelegt. Der Fall eines größeren Gebäudes macht dies besonders optisch Sichtbar. Die leeren Stellen im Ort wurden größer. Die Umsiedlung schritt unausweichlich voran. Die Bagger des nahe liegenden Tagebaues standen vor der Tür und nahmen Meter für Meter von der alten Heimat in Besitz.



Hubertuszug
 


 
Bei der Parade
 

   
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